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revierkick

Spielzeit 1989/90

Start- und Zielsieg der Bayern bei letzter West-Meisterschaft

Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung wurde in der Saison 1989/90 die letzte West-Meisterschaft ausgespielt, überlegener Titelträger war am Ende erneut der FC Bayern München. Schritt halten konnte diesmal keiner der Konkurrenten, vom ersten Spieltag marschierten die Bajuwaren vorne weg und krönten, trotz einer unglaublichen Verletzungsmisere (14 Operationen), eine glänzende Saison.

Respektabel aber auch der Auftritt von Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund. Im Vorjahr nur durch die Relegation gerettet, qualifizierte sich Frankfurt unter Trainer Jörg Berger mit dem dritten Tabellenplatz sensationell für den UEFA-Cup. Außerdem wurde der Frankfurter Jörn Andersen der erste ausländische Torschützenkönig der Liga. Die Dortmunder Borussia lief dahinter auf Rang vier ins Ziel.

Der VfL Bochum konnte zwar nicht die Relegation, aber dank erfolgreicher Gestaltung dieser den Absturz in die Zweitklassigkeit verhindern.

Als erster DDR-Nationalspieler durfte Andreas Thom legal aus dem Osten ausreisen, für 4,8 Millionen Mark wechselte er zu Bayer Leverkusen, wo ihm gleich im ersten Spiel das erste Bundesligator gelang.

Jubel gab es bei der SG Wattenscheid 09, die zusammen mit Hertha BSC Berlin den Aufstieg in die Bundesliga feierte. Für Klaus Steilmann und Coach Hannes Bongartz ging damit ein Traum in Erfüllung.

Der sollte sowohl den Schalkern als auch den Essenern versagt bleiben. Platz fünf und sechs bedeuteten ein weiteres Jahr Zweitklassigkeit, und das obwohl die Schalker vor Beginn der Saison auf Grund der namhaften Neuzugänge (Herget, Schacht und Borodjuk) als heißer Kandidat gehandelt wurden.

Das Revier in der 1. Liga

Zwei Neuzugänge sorgten vor der Saison für Schlagzeilen. Präsident Dr. Gerd Niebaum, der wiederholt mit seinem Rückzug drohte, holte sich mit Manager Michael Meier einen Partner an seine Seite. Der BVB-Kader erhielt durch Jürgen „Kobra“ Wegmann Zuwachs, nach Rummenigge der zweite Profi, der von der Isar zu den Schwarz-Gelben wechselte. Und es lief gut für die Elf vom Borsigplatz: Ganze 14 Spiele blieb man in Serie ungeschlagen, am Ende stand ein stolzer vierter Tabellenplatz, bei gerade einmal acht Zählern Rückstand auf die Bayern. Auch im Europapokal schlug sich der BVB tapfer, nachdem Besiktas Istanbul ausgeschaltet war, musste Borussia gegen eine bärenstarke Truppe von Sampdoria Genua ihre Segel streichen. Ein weiterer Erfolg: In der Saison stieg der Zuschauerschnitt um 5.000 auf 34.810, damit war Dortmund erneut der Zuschauermagnet der Liga, vor den Münchener Bayern.

Spieler und Tore

Thomas Helmer 34/4, Wolfgang de Beer 33/0, Andreas Möller 32/10, Michael Zorc 32/10, Murdo MacLeod 31/2, Michael Rummenigge 29/9, Jürgen Wegmann 27/2, Robert Nikolic 25/0, Günter Breitzke 24/4, Martin Driller 24/3, Frank Mill 24/2, Thomas Kroth 24/0, Michael Lusch 23/2, Günter Kutowski 23/0, Michael Schulz 21/1, Sergej Gorlukowitsch 10/0, Stefan Strerath 7/0, Norbert Dickel 6/2, Steffen Karl 2/0, Martin Wiercimok 2/0, Rolf Meyer 1/0, Stephan Ritz 1/0.

De Beer

Kutowski Helmer Kroth (Schulz) Nikolic (Lusch)

MacLeod Zorc Möller Rummenigge

Wegmann (Driller) Mill (Breitzke)

Auch Reinhard Saftig hatte viel vor mit dem VfL. Aber seine Versprechungen von einer bundesligatauglichen Mannschaft verpufften schnell. Trotz des Rückkehrers Uwe Wegmann, schlitterten die Blau-Weißen schon nach zwei Spielen ans Tabellenende. Der 11. Platz nach der Hinrunde war nur ein kurzer „Höhenflug“, in der Rückserie rutschte der VfL wieder in den Keller und kam auch durch einen 2:0-Heimsieg am letzten Spieltag gegen den Karlsruher SC nicht mehr um die Relegation herum. Die Partie in Saarbrücken gewann die Saftig-Truppe mit 1:0 (Legat traf per Elfmeter), doch im Rückspiel mussten die Fans lange zittern. Bis kurz vor Schluss lagen die Gäste in Front, bevor Uwe Leifeld mit seinem Treffer zum 1:1 für die Erlösung und den Verbleib in der Bundesliga sorgte.

Spieler und Tore

Michael Rzehaczek 32/8, Uwe Wegmann 31/6, Rob Reekers 31/1,Uwe Leifeld 30/10,Thomas Kempe 30/3, Stefan Kohn 29/6, Frank Benatelli 28/1, Thorsten Legat 28/1, Josef Nehl 26/6, Olaf Dreßel 21/0, Elard Ostermann 21/1, Walter Oswald 21/0, Frank Heinemann 20/0, Andreas Wessels 17/0, Ralf Zumdick 17/0, Michael Hubner 12/0, Gerrit Plomp 10/0, Peter Zanter 10/0, Andreas Ridder 8/1, Laszlo Farkashazy 8/0, Dirk Eitzert 2/0, Thomas Epp 2/0, Meinolf Mehls 1/0, Dirk Sadowicz 1/0.

Wessels (Zumdick)

Oswald Kempe Reekers

Heinemann (Dreßel) Benatelli Rzehaczek Wegmann Legat (Nehl)

Kohn Leifeld

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